Das Naturschutzgebiet Taubergießen
Das Naturschutzgebiet „Taubergießen“ ist eines der größten Naturschutzgebiete des Landes Baden-Württemberg. Seit 1979 ist der Taubergießen Naturschutzgebiet. Es liegt in der südlichen Oberrheinebene zwischen Freiburg im Breisgau und Offenburg.
Auf einer Fläche von ca. 1700 Hektar umfasst das Schutzgebiet die rheinnahen Bereiche der Gemeinden Rheinhausen und Kappel-Grafenhausen sowie Rust. Das Schutzgebiet schließt außerdem den ca. 1000 Hektar großen rechtsrheinischen Grundbesitz der elsässischen Gemeinde Rhinau mit ein. Die Westgrenze des Schutzgebiets verläuft teilweise in der Mitte des Rheins, d. h. entlang der Grenze zu Frankreich. In diesem Bereich stößt es direkt an die Reserve naturelle de l’ Ille de Rhinau’ (Rhinauer Insel).
Der Name „Taubergießen“ stammt von einem gleichnamigen Gewässerlauf im nördlichen Teil
des Gebiets. „Gießen“ sind von Grundwasser gespeiste Fließgewässer, die für das Naturschutzgebiet besonders
charakteristisch sind. „Taub“ geht auf eine alte Bezeichnung von Fischern für ein nährstoffarmes Gewässer mit geringem
Fischbestand zurück.
Im Taubergießen erwartet den Besucher eine weitläufige Wiesen- und Waldland-schaft, die
von einem dichten Gewässernetz durchzogen ist. Zu jeder Jahreszeit bietet sie eindrucksvolle Natur- und
Landschaftserlebnisse - auch im Winter. In dieser Jahreszeit lohnt ein Besuch schon wegen der zahlreich hier
rastenden Wasservögel. Im zeitigen Frühjahr laden die Wälder mit ihrer reichen Bodenflora und dem Konzert der
Vogelstimmen zum Streifzug ein. Die Wiesen beeindrucken besonders im Mai und Juni durch ihre Blütenpracht.
Auf vier ausgeschilderten Wegen, die der Umwelt zuliebe nicht verlassen werden sollten,
kann man den Taubergießen erkunden:
* Diese Wege sind in Kappel-Grafenhausen vom Parkplatz an der Rheinfähre aus zugänglich.
Bei einer Bootsfahrt in diesem Gebiet sehen sie auch einmal die Dinge die ihnen vom Ufer
und den Wegen aus verborgen bleiben. >> Zur Bootsfahrt ...